Horstdorf - Geschichte der Gemeinde

Die Geschichte der Gemeinde Horstdorf
Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Horstdorf

Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Horstdorf von der Gründung bis in die Gegenwart soll hier skizziert werden. In einem ortsgeschichtlichen Abriss zum 200jährigen Bestehen beschreibt Friedrich Graf aus Oranienbaum die geschichtliche Entwicklung der ersten 200 Jahre. Die Arbeiten von Graf sind nach jüngsten Erkenntnissen allerdings ungenau und teilweise lückenhaft.

Wer gern die ausführliche 300jährige Geschichte der Gemeinde Horstdorf nachlesen möchte, dem empfehlen wir die ausführliche Ortschronik, welche von Dorit Schulze und Ines Pinkert verfasst und im Juni 2008 zum 300 jaährigen Orstjubiläum von der Gemeinde herausgegeben wurde. Wer Interesse an dieser Ortschronik hat, kann sich gern an die Gemeindeverwaltung wenden.

Horstdorf ist eine für unsere Region sehr junge Gemeinde, kann dafür aber auf ein genaues Datum der Ortsgründung verweisen. Am 21. Juni 1708 stellt Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau "Der Alte Dessauer" einen Erbzinsbrief aus und ermöglicht so die Ansiedlung in dem ehemaligen Sumpfgebiet.

Chronologie der Geschichte

Hier ein paar wichtige Jahreszahlen aus der Geschichte der Gemeinde Horstdorf mit den dazugehörigen Ereignissen. Die kursiven Angaben dienen zur besseren Orientierung.

Jahr Ereignis
1706Beginn von Entwässerungsmaßnahmen durch Ausbau des Kapengrabens im Sumpfland rund um den Münsterberg, welches als Überschwemmungsgebiet der Elbe diente.
170821. Juni - Gründung des Ortes durch Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau "Der Alte Dessauer" (1676-1747) mittels Ausstellung eines Erbzinbriefes für die Untertanen. (17
1710Anno 1710 werden im Kirchenbuch folgende Einwohner genannt: Andreas Schierwagen, Andreas Neidigk, Andreas Pannier, der Richter und Schenk Christoph Boaß, Magdalena und Hans Bäthe, Elisabeth und Martin Richter, Chrstian Naumann, Anna Maria und Georg Wentzel und Gottfried Richter. (17
1711Am 15. nach Trinitas Einweihung des Friedhofes auf einer hochwassergeschützten Sanddüne aus der letzen Eiszeit.
1712/1714Errichtung einer Kirche mit einer Glocke von 3 Zentnern Gewicht (Kosten 123 Taler und 23 Groschen). Eingeweiht wird die Kirche am 04. März 1714.
1724Am 22. Juli bricht die Rinderpest in Horstdorf aus. Es erging eine Verkehrs- und Austriebssperre für Tiere aus Horstdorfer Viehbeständen. (17
1735/36Ein schweres Hochwasser im gesamten Wörlitzer Winkel beschädigt mehrere Deiche.
1747Bestätigung und Erneuerung des Erbzinsbriefes durch den Sohn von Fürst Leopold I. dem Fürsten Leopold II. Maximilian von Anhalt-Dessau (1700-1751)und gleichzeitige Festschreibung der Schankrechte für Bier aus Flecken Wörlitz. (17
1757Im Besitz der Horstdorfer befinden sich 13 Hufen 5 Morgen Ackerland sowie 16,5 Morgen Wiesen inklusive der Hopfengärten. (17
1758Bestätigung und Erneuerung des Erbzinsbriefes durch Leopold III. Friedrich Franz Fürst und Herzog von Anhalt Dessau "Fürst Franz" (1740-1817). (17
1761der zweite Gasthof entsteht auf Körtings Haus (Nr. 56)
1767Nach einem Deichbruch in Wörlitz fuhren am 28. April Gespanne aus Horstdorf, Wörlitz, Rotehof, Kakau, und Schönitz Erde zur Reparatur heran.
1767Müllerbursche Kilian Poppey, Schneidergesell Adolph Kulemann und Böttcherbursche Philipp Meyer verlassen Horstdorf um nach Russland auszuwandern. (17
1770Am 08. April wurde durch das Frühjahrshochwasser der Elbdeich an 2 Stellen aufgerissen wodurch sich das Wasser im Wörlitzer Winkel ausbreitete. Nachdem das Wasser für 6 Wochen bei gleichem Pegel stand war Horstdorf an Weihnachten immer noch überflutet.
1771Gemäß eines Befehls der Anhaltischen Rentenkammer vom 26. Mai hatten sich am Morgen des 27. Mai 51 Männer aus Horstdorf mit Schippen, Spaten und Radehacken in Wörlitz zur Deichreparatur einzufinden. Für die Arbeiten waren 8 Tage eingeplant.
1787Horstdorf hat 513 Einwohner
1806Napoleon beginnt den 4. Koalitionskrieg gegen Preußen und Sachsen
1806Pastor Lippold berichtet über die Beraubung der Kirche durch Franzosen.
1806Am 22. Oktober zogen 15.000 französische Soldaten durch den Wörlitzer Winkel. Ein weitere Truppendurchmarsch fand am 24. Oktober statt.
1806Anfang November ziehen sächsische Reiter Richtung Wittenberg durch den Ort.
1809Truppen des preußischen Offiziers Ferdinand Baptista von Schill (1776-1809) ziehen von Wittenberg durch den Ort nach Dessau wo sie am 02. Mai eintreffen.
1812Im März ziehen erneut französische Truppen durch den Ort.
1813Am 27. März erklärt Preußen dem napoleonischen Frankreich den Krieg.
1813Preußische Truppen setzten am 02. April über die Elbe und durchzogen anschließend den Wörlitzer Winkel. Es folgten am 09. April 16 Batalionen Fußvolk und 4 Reiterregimenter mit Ziel Wittenberg.
1813Ende September rücken nach dem Waffenstillstand Kosaken und verbündete schwedische Truppen in den Wörlitzer Winkel ein.
1813Am 23. September kommt es im Wörlitzer Winkel zu einem Gefecht zwischen russischen Kosaken und Husaren mit sächsischen Reitern welche dabei in Gefangenschaft geraten.
1817Die Dorfjungend schenkt der Kirche einen silbernen Kelch.
1817Bestätigung und Erneuerung des Erbzinsbriefes durch Leopold IV. Friedrich Herzog von Anhalt Dessau (1794-1871).
1818Horstdorf hat 106 Häuser und 646 Einwohner
1830Horstdorf hat 108 Häuser und 631 Einwohner
1835Zusammenbruch des Glockenturms beim Einleuten des Pfingstfestes
1841Am 15. Dezember stirbt Pfarrer Lippold - er amtierte 46 Jahre in Horstdorf.
1863Horstdorf gehört nach dem Aussterben der Häuser Anhalt-Zerbst, Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg bis 1918 zum Herzogtum Anhalt.
1866Deutscher Krieg zwischen Deutschen Bund und Königreich Preußen und in der Folge 1871 Beitritt des Herzogtum Anhalts zum Deutschen Reich
1870/71Deutsch-Französische Krieg zwischen dem Kaiserreich Frankreich und den deutschen Staaten unter der Führung Preußens
1872Horstdorf hat 122 Häuser und 647 Einwohner
1872Neubau einer Backsteinkirche im neugotischen Baustil inmitten des Ortes. Anteil der Gemeinde 11.000 Mark.
1877Die von Gräfenhainichen kommende und über Oranienbaum verlaufende Telegrafenleitung wird bis nach Wörlitz ausgebaut. (17
1878Errichtung des Pfarrhauses - Anteil der Gemeinde 6.000 Mark.
1890Erwähnung eines Militärvereins Horstdorf mit 20 Mitgliedern in einer Zusammenstellung der Kriegervereine des Herzogtum Anhalt.
1894Am 22. September fährt erstmals ein Zug die Strecke Dessau-Oranienbaum-Wörlitz. Einen Tag zuvor fuhr die letzte Postkutsche nach Dessau. (27
1900In Horstdorf leben 583 Einwohner in 126 Häusern mit 128 Haushalten. (17
1901Am 05. Februar wird der Krieger- und Militärverein Horstdorf ofiziell mit der Esrtellung eines geschriebenen Statuts gegründet. Das Statut wird am 18. Mai von der Kreisdirektion in Dessau genehmigt.
1902Im Frühjahr gründen 48 Landwirte die Dampfmolkerei Horstdorf als eingetragene Genossenschaft zur Milchverwertung auf gemeinschaftliche Rechnung und Gefahr. (17
1903Im Testament der Baronin von Cohn-Oppenheim wird die Gemeinde Horstdorf Anhalt mit 30.000 Mark bedacht. (17
1904Die Genossenschaft Dampfmolkerei Horstdorf errichtet eine Molkerei. (17
1904In Omaruru (Deutsch-Südwestafrika)fällt am 05. Februar der Reiter Robert Leopold Seelmann aus Horstdorf als Angehöriger der Schutztruppe. (17
1907Das Dorf erstreckt sich auf eine Fläche von 263,21 ha (232,79 ha Acker- und Gartenland, 2,3 ha Wiesen, 7,85 ha Haus- und Hofräume, 20,27 ha Wege). (17
1908am 21. Juni begeht man beim schönstem Wetter das 200jährige Ortsjubiläum.
1908Einweihung des neuen Schulhauses für 2 Klassen
1910Am 01. Dezember leben 612 Einwohner in Horstdorf.
1912Es werden 2 Telefonanschlüsse in Horstdorf erwähnt. Verzeichnet sind die Dampfmolkerei und der Dorfschulze Schulze. (17
1914Beginn des 1. Weltkrieges
1914Am Abend des 01. August informierte der Ortsschule Röder über die Kriegserklärung und die Abschiedsfeiern in Kirchen. Einige junge Männer wurden sofort eingezogen. (17
1914Lehrer Adolf Menzel aus Kakau wird als Friedensrichter im Amtsgerichtsbezirk Oranienbaum für Horstdorf, Kakau und Brandhorst erwähnt. (17
1914-18Im Zuge des 1. Weltkrieges kamen russische und französische Kriegsgefangene zur Unterstützung der Familien nach Horstdorf. Diese wurden in den Sälen der Gastwirtschaften untergebracht und von Angehörigen des Landsturms bewacht. (17
1918Ende des 1. Weltkrieges
1918Am 12. November wird aus dem Herzogtum Anhalt eine Republik, da Prinzregent Aribert sich nach Straßendemonstrationen gezwungen sah, im Namen des noch minderjährigen Herzogs Joachim Ernst von Anhalt und der gesamten anhaltischen Fürstenfamilie auf den Thron zu verzichten.
1918/19Mit der Gründung des Freistaates Anhalt am 12. November 1918 und der Aufteilung in 5 Kreise gehörte Horstdorf bis 1933 zum Kreis Dessau. (17
1919Entstehung der Weimarer Republik
um 1920Einweihung Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkrieges zwischen Schule und Kirche.
um 1920Gründung eines Junglandbundes als Jugendorganisation mit verschiedenen Freizeitmöglichkeiten durch einen Herrn Scheider aus Möst.
1922Die Gemeinde Horstdorf schließt mit der Elektrizitäts-Verband Anhalt GmbH eine Vertrag über die Lieferung von Licht- und Kraftstrom. (17
1925Horstdorf hat 125 Häuser mit 587 Einwohner und 124 landwirtschaftliche sowie 12 gewerbliche Betriebe
1933Ende der Weimarer Republik und Beginn der Nazidiktatur.
1933Am 13. März wird Horstdorf dem Landkreis Dessau-Köthen zugeordnet und verbleibt dort bis zum 09. Juni 1950. (17
1933Im Ort wurde eine Hitlereiche gepflanzt an deren Wurzel die Namen aller NSDAP Mitglieder des Ortes vergraben werden. (17
1933Horstdorf hat 567 Einwohner (34
1939Beginn des 2. Weltkrieges
1939Horstdorf hat 576 Einwohner (34
1939-45Aus Horstdorf werden 95 Männer in den Krieg eingezogen. Auf dem örtlichen Kriegerdenkmal sing 44 Namen von Gefallenen erwähnt.
1942In Horstdorf leben 575 Einwohner in 162 Haushaltungen, von denen 91 landwirtschaftlich genutzt werden. (17
1943Am 20. Oktober wurde Horstdorf bei einem Luftangriff von Bomben getroffen.
1945Am 08. Mai Ende des Zweiten Weltkrieges
1945Am 21. April treffen amerikanische Truppen in Horstdorf ein wobei zu einem kurzen Feuergefecht mit dem Landser Burghardtsmeier kommt der dabei getötet wird.
1945Der Einmarsch russischer Truppen erfolgte am 04. oder 05. Mai.
1945Im August stirbt im sowjetischen Lager Tost (heute Toshek/Polen) der Landwirt Paul Miertsch aus Horstdorf. (30
1945Im Oktober wird der ehemalige Ortsbauernführer Paul Kunze verhaftet und zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Jahre 1952 wurde er aus der Haftanstalt Waldheim entlassen und verstarb 1959 an den Folgen. (30
1945Am 13. November berichtet der Bürgermeister Seidig an das Landratsamt in Köthen, dass die Hitlereiche entfernt und die vorgefundenen Namen der NSDAP Mitglieder an die russische Kommandantur Oranienbaum (Major Tschagen) übersandt wurden.
1945Am 24. Dezember stirbt der im September verhaftete Landwirt Wilhelm Schröter aus Horstdorf im sowjetischen Lager Torgau. (30
1946Im ORt wird die Bodenreform durchgeführt. Unter dem Vorsitzenden der Bodenreformkommision Otto Johannes werden 234ha Land durch Horstdorfer Bauern übereignet. (17
1947Anfang des Jahres stirbt der ehemalige Bürgemeister Friedrich Siebert im sowjetischen Lager Mühlberg. (30
1948/52Unter Landrat Lenkert wird eine Diskussion zur Zusammenlegung der Orte Kakau und Horstdorf geführt. In einer demokratischen Abstimmung entschieden sich beide Orte gegen den Zusammenschluss. (17
1949Am 07. Oktober wird die DDR auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone gegründet
1950Horstdorf wird am 09. Juni dem Landkreis Köthen zugeordnet. (17
1952Im Zuge der Zentralisierung der DDR wird das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst und die Bezirke Halle und Magdeburg gebildet
1952Mit der Liquidation des Landtages von Sachsen-Anhalt wird Horstdorf per Gesetz am 25. Juli dem Kreis Gräfenhainichen im Bezirk Halle zugeordnet.
1953Am 01. April gründet sich die LPG Typ III "Vereinte Kraft" in Horstdorf mit einer Gesamtnutzfläche von 54ha. Zu den 15 Gründungsmitgliedern zählte auch Paul Kunze, der als Ortsbauernführer umfassende Erfahrungen im landwirtschaftlichen Bereich mitbrachte. (17
1953/54Das Wirtschaftsgebäude der Schule erhält einen Anbau, der in weiteren Verlauf als Schwesternstation diente. Bis 1991 verfügte Horstdorf über eine eigene Gemeindeschwester im Ort. (17
1970Abschaffung des Mehrstufenunterrichts in Kakau und Horstdorf. Die Klassen 1 bis 3 werden erstmalig in der Geschichte der Schulen in Einstufenklassen unterrichtet. (27
1970Inbetriebnahme der 1,2 Kilometer langen Milchleitung vom Rinderkombinat Kakau zur Milchsammelstelle Horstdorf. (27
1971Übernahme der letzten Horstdorfer Klassen in die Polytechnische Oberschule Oranienbaum.
1973Bildung der KAP (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) Wörlitz, die die gesamten Flächen der Gemeinde bearbeitet. (27
1973Am 09. Februar wird der Gemeindeverband Oranienbaum aus den Gemeinden Kakau, Horstdorf, Brandhorst und der Stadt Oraniebaum gebildet. Dieser bestand bis zum Juni 1994. (27
1973Am Rinderkombinat Kakau beginnen Ausbau- und Erweiterungsarbeiten. Es entsteht eine Milchviehanlage für die Orte Goltewitz, Horstdorf, Brandhorst, Riesigk und Kakau. (27
1975Übergabe des Jugendraumes in einem Klassenraum im ehemaligen Schulgebäude. Dieser bestand bis 1986/87. (17
1978in Horstdorf leben 613 Einwohner in 153 Häusern
ab 1986Die Trinkwasserleitungen im Ort werden bis 1990 erneuert. (17
1987Schließung des 1975 eingerichteten Jugendraumes im ehemaligen Schulgebäude
1990Am 3. Oktober trat die DDR der Bundesrepublik bei. Der Bezirk Halle wird aufgelöst und das Land Sachsen-Anhalt entsteht wieder.
1994Am 02. April nehmen die jüngsten Horstdorfer die frisch renovierte Kita Rappelkiste in Besitz.
1994Am 01. Juli werden die Gemeinden des Wörlitzer Winkels dem Landkreis Anhalt-Zerbst zugeordnet.
1994Am 31. Oktober wird das Kriegerdenkmal um zwei Gedenktafeln für die Opfer des 2. Weltkrieges erweitert.
1995Wiederbelebung der Tradition eines alljährlichen Dorffestes mit Reitturnier.
1995Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 350,67 ha. (17
1995/96Restaurierung der Kirche und seit der Wiedereröffnung Nutzung als Gotteshaus und Gemeindezentrum.
1997Durch die Firma GSA wird Horstdorf an das Erdgasnetz angeschlossen. (17
2000Im Ortszentrum, in der Nähe der Kirche, wird mit dem Aufbau der Kanalisation in Richtung Neues Ende begonnen. (17
2001Bei der Bürgermeisterwahl am 13. Mai gehen 295 von 488 Wahlberechtigten zur Wahl des ehrenamtlichen Bürgemeisters. Von den 281 gültigen Stimmen entfallen 232 auf Johanna Scheffler (FDP) und 49 auf Annette Marczok.
2002Die Jahrhundert-Flut der Elbe überflutet Teile des Ortes. Besonders die Grundstücke am Neuen Ende und rund um die ehemalige Molkerei sind betroffen.
2002Am 22. September beteiligen sich 406 Abstimmungsberechtigte (Beteiligung 79,60%) an einem Bürgerentscheid über die Frage "Stimmen Sie einer Eingemeindung der Gemeinde Horstdorf in die Stadt Dessau zu?". Mit 331 gültigen Nein-Stimmen (64,90%) entscheidet sich eine deutliche Mehrheit gegen eine Eingemeindung in die Stadt Dessau.
2003Die Kanalisation wird um die Bereich der Kobberreihe und der Vier Häuser erweitert. (17
2005Am 01. Januar wird Horstdorf durch den Zusammenschluss der Verwaltungsgemeinschaften Oranienbaum und Wörlitzer Winkel Teil der neuen Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel.
2005Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 351 ha. (17
2006Nach der Verlegung des Abwasserkanals in der Hinterreihe und Im Winkel wird die Bitumendecke erneuert.
2006Am 12. November beteiligen sich 284 Abstimmungsberechtigte (Beteiligung 52,40%) an einem Bürgerentscheid zur Frage "Stimmen Sie der Eingemeindung der Gemeinde Horstdorf in die Stadt Dessau-Roßlau zu?". Mit 152 gültigen Ja-Stimmen bei 130 Nein-Stimmen und 2 ungültigen Stimmen kommt es zu einer knappen Mehrheit für die Eingemeindung in die Stadt Dessau-Roßlau.
2007Am 01. Juli wird Horstdorf als Teil der Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel im Rahmen der Gemeindegebietsreform und der damit verbundenen Auflösung des Landkreises Anhalt-Zerbst dem Landkreis Wittenberg zugeordnet.
2007Gemäß eines Ratsbeschlusses des Gemeinderates vom 10. Juli wird am 07. Oktober ein erneuter Bürgerentscheid zum Thema Eingemeindung zur Stadt Dessau-Roßlau durchgeführt. Bei einer Wahlbeteiligung von über 80% stimmen 262 für den Verbleib in der Verwaltungsgemeinschaft Wörliter-Winkel und somit gegen die Eingemeidung nach Dessau-Roßlau. 164 Wahlberechtigte hatten sich dagegen ausgesprochen.
2007Für das Dorf werden per 24. Oktober eine Gesamtfläche von 3.506.939 m² und 205 Wohngebäude ausgewiesen.
2008Bei der Bürgermeisterwahl am 24. Februar gehen 241 von 536 Wahlberechtigten zur Wahl des ehrenamtlichen Bürgemeisters. Von den 241 abgegebenen Stimmen entfallen 188 gültige Stimmen auf die einzige Bewerberin Johanna Scheffler (FDP).
2008Vom 20. bis 22. Juni feiert Horstdorf sein 300-jähriges Bestehen.
2009Im Oktober wird die Orgel in der Kirche durch den Orgelbauer Thorsten Zimmermann aus Halle überholt. Neben der Reinigung der Pfeifen und der Reparatur der Mechanik wurde eine Abdeckung verbaut, die das erneute verstauben vermindern soll.
2009An der Bürgeranhörung zur Bildung der Einheitsgemeinde Oranienbaum-Wörlitz am 29. November beteiligen sich nur 16 Prozent der Abstimmungsberechtigten. Von den 84 Wählern stimmten 49 mit "Ja" und somit für die Bildung der Einheitsgemeinde.
Quellennachweis
17)Pinkert, Ines und Schulze, Dorit; Gemeinde Horstdorf: 300 Jahre Horstdorf 300 Jahre Horstdorf 1708-2008 - Die Geschichte der Gemeinde Horstdorf - 2008
27)Jacobi, Horst und Walter, Fritz; Rat der Gemeinde Kakau: 775 Jahre Kakau - Streifzüge durch die Geschichte und Gegenwart der Gemeinde - 1976
34)Reichsamt für Statistik; Amtliches Gemeindeverzeichnis: Statistik des dt. Reichs Band 550 - 1940
30)Lüdicke, Annemarie; Extrapost - Verlag für Heimatliteratur: Vergessene Schicksale - Festnahmen in Mitteldeutschland 1945-1961 - 2004

Die komplette Aufstellung der für die Erstellung dieses Webprojektes verwendete Literatur findet Ihr im Literaturverzeichnis.